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Die griechische Esskultur
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Die Küche Griechenlands kann auf eine lange Tradition von über drei Tausend Jahren zurückblicken. Einblicke in die kulinarische Gewohnheiten der alten  Griechen gewähren uns antike Quellen, wie der Dichter  Homer. Der Verfasser der „Illias“ und „Odyssee“, im achten  Jahrhundert v. Chr., berichtet detailliert von drei Mahlzeiten am Tag: Das „ariston“, das „deipnon“ und das „dorpon“ - entsprechend dem Frühstück, dem Mittagessen und dem Abendessen. Wichtigster Nahrungsbestandteil bei allen drei Mahlzeiten soll Brot und Wein gewesen sein. Wobei der Wein üblicherweise mit Wasser verdünnt wurde.

Darüber hinaus erfahren wir, dass die alten Griechen Genießer waren. Sie aßen nicht nur, um ihre physische Existenz zu sichern. Die Mahlzeiten waren für sie richtige Zeremonien, mit Dekoration, Tischsitten und Ritualen. Allerdings abhängig vom sozialen Status, von politischer oder religiöser Macht. Auf jeden Fall waren die Mahlzeiten für sie eine gesellige Angelegenheit. Nämlich die  Zeit der Kommunikation und des Philosophierens, Abende der ausgedehnten Diskussionen. Damit verfolgten sie das Ziel, die Harmonie von Leib und Seele zu erreichen. Die Römer übernahmen später viele Essgewohnheiten und Rituale der Griechen.


Bei der Zubereitung der Speisen verfügten die Griechen über eine ausgeprägte Phantasie, was den Geschmack und die optische Darstellung betraf. Sie kannten diverse Kräuter und Gewürze, die als „Aphrodisiaka“ galten. Und sie dekorierten  den Tisch mit erotischen Symbolen, wie Darstellungen aus antiken Vasen bezeugen. Durch Restfunde von Lebensmitteln in alten Gefäßen, die zur Aufbewahrung der Nahrung dienten, wurden Nahrungsmittel nachgewiesen, die diese Behauptungen unterstützen. So gibt es zum Beispiel Beweise, dass bereits um 1.100 v.Chr. in Griechenland Fleisch mit Gemüse zusammen gekocht wurde, aber auch mit Hülsenfrüchten, mit Gemüse und mit Olivenöl.
Das Zubereiten und Anrichten der Speisen galt im antiken Griechenland  als eine Kunst, gleichwertig zu den anderen Künsten. So erfahren wir von großen Dichtern, Ärtzen und Philosophen, dass sie sich auch mit der Kochkunst rühmten. Die Kunst bestand darin, nicht nur  sättigende und geschmackvolle Speisen zuzubereiten, das Essen sollte auch gut verdaulich sein - durch Zusatz von einer Vielfalt von Gewürzen - und es sollte gleichzeitig vor Beschwerden vorbeugen, wozu verschiedene Kräuter dienten.

Dieses „gesunde“ Ernährungsideal nannten sie die „goldene Ernährung der Olympioniken“. Nahrungsmittel - wie Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte, aber auch Fleisch und Fisch, waren hinsichtlich Qualität und Zubereitung in vielerlei Varianten verfügbar. Darüber geben die Schriften der antiken Philosophen, Historiker und Dichter - wie Homer, Hesiod und besonders Archestratus -  detaillierte Auskünfte. Erstaunlich ist dabei zu lesen, dass die Griechen der vorklassizistischen Zeit (400 v. Chr.)  Fleisch und Fisch mit einer Fülle von Früchten, frisch oder getrocknet, zubereitet haben. Es waren Quitten, Feigen, Pflaumen oder Rosinen. Haben also die alten Griechen auch hier die Vorreiterrolle - und nicht die „nouvelle cuisine“  unserer Zeit, wie behauptet wird?

Liebe Gäste, die Kochkunst unserer Zeit wird von Tradition und Innovation bestimmt.
In diesem Sinne sind wir bemüht, Ihnen mit neuen Speisen eine Auswahl von altgriechischen
Gerichten mit Originalzutaten und unserer Phantasie anzubieten. Guten Appetit!